Hat die Ludothek ausgespielt? So (einfach) geht’s nicht.

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Hat die Ludothek ausgespielt? So (einfach) geht’s nicht.

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So viele Franken will der Gemeinderat ab 2028 für die Ludothek budgetieren. Aktuell kostet sie die Gemeinde CHF 30’000.- pro Jahr. Und versorgt damit rund 130 Familien kostengünstig mit Spielen. Nicht sehr viele, zugegeben. Aber bei einem Budget von knapp CHF 50 Millionen ist auch der Beitrag relativ bescheiden.

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Zehn Personen formieren sich und beschliessen sich gegen die Schliessung zu wehren. Die Idee ist einfach: Wir wollen 200 Abonnentinnen finden, welche für das kommende Jahr ein Abo lösen – 50% mehr als bis anhin. Und damit konstruktive Fakten und Argumente für den Erhalt der Ludothek schaffen. Innert Tagen steht die Webseite, werden die Gemeinde informiert und die Medien angeschrieben.

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Nach nur einem Tag haben wir schon ein Drittel unsers Abo-Ziels erreicht. Ein Bericht im Badener Tagblatt hat die Aktion angekündigt und dank unserem Netzwerk x 10 Personen sind auch schon bald die Whatsapp-Status mit vielen ♥️ und Argumenten für den Erhalt der Ludothek geflutet.

200

Knapp zwei Wochen und einen Artikel später haben bereits 200 Personen aus Obersiggenthal und Umgebung ein Abo gelöst. Was für ein Support – vor allem, wenn man bedenkt, dass in Obersiggenthal nur ca. 500 Familien leben, welche als primäre Zielgruppe in Frage kommen.

222

Kurz nach der symbolischen Übergabe der Abos an die Gemeindepräsidentin Bettina Lutz Güttler schlägt die Symbolik nochmals zu: 222 Abos sind eine schöne Zahl, um die Aktion abzuschliessen und uns nun auf den politischen Erfolg zu konzentrieren. Weil:

Der Gemeinderat will seinen Entscheid die Ludothek abzuschaffen nicht rückgängig machen und diesen dem Einwohnerrat überlassen.

Ich finde das unglaublich enttäuschend. Wir haben

  • gezeigt, wie gross das Interesse der Bevölkerung an einer Ludothek ist.
  • das Interesse in garantierte Abos transformiert, welche als Basis für eine rege Nutzung bzw. Entwicklung dienen.
  • über 150 Neukund:innen gewonnen. Bleiben die bisherigen 130 Kund:innen, so hat die Ludothek nun einen aktiven Kundenstamm von 280 Abonnent:innen – 115% mehr als zu Beginn der Aktion!
  • damit auch gezeigt, wie gross das Potenzial der Ludothek ist. Neue Angebote, mehr Präsenz in den sozialen Medien und bei den Eltern hauchen der Ludothek rasch neues Leben ein.
  • stets nicht nur vom Gemeinderat sondern auch von der Ludothek Veränderungen gefordert. So sollen in Zukunft neben den oben erwähnten Themen auch neue Organisationsformen (Vereine, breite Trägerschaft etc.) oder Standorte geprüft werden. Damit ein nachhaltiger und effizienter Betrieb für alle Akteure möglich ist.

2000

Was wir alle wissen: Wird die Ludothek geschlossen, wird es in den kommenden Jahr(zehnt)en keine Ludothek mehr geben. Und damit gehen unserer Gemeinde 2000 Spiele verloren. Spiele, welche kostengünstig und 100fach ausgeliehen werden, welche die Kids weg von den Screens bringen, welche soziale und kognitive Skills trainieren.

Ist es die Ersparnis von CHF 30’000.- pro Jahr Wert auf all die Vorteile einer Ludothek zu verzichten? Bei dieser positiven und vielversprechenden Ausgangslage, welche unsere Aktion geschaffen hat?

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Null Verständnis hätte ich dafür 😉.

Hoffen wir, dass sich der Einwohnerrat am 28. Oktober entscheidet, die Ludothek weiterhin als wertvolles Angebot der Gemeinde zu unterstützen ♥️🤞.

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